Mit der Hannelimusig ist es uns gelungen, eine namhafte Grösse der Schweizer Volksmusik an unser Musikfest einzuladen. Mit ihrem Programm "Über Stock und Stei" präsentieren sie alte Schweizer Volksmusik aus den Kantonen St. Gallen, Glarus und Graubünden in frischem Gewand!

Hannelimusig

Auch in diesem Jahr ist ist es der Gastroputz Genossenschaft gelungen, eine weiteres Highlight für unseren Anlass "Musik auf Castels" zu verpflichten. Die Hanneli-Musig geht mit ihrem neuen und siebten Programm "Über Stock und Stei" auf Tournee. Zurück zu den Wurzeln!

Das Programm widmet sich wieder vollumfänglich Melodien aus der Schweizer Volksmusik-Sammlung von Hanny Christen, und zwar aus den Kantonen St. Gallen, Glarus und Graubünden. Die Hannelimusig kann auf eine erfolgreiche und bewegte Geschichte zurückblicken. Auf der Homepage ist dazu folgendes geschrieben:

Zu den markanten Entwicklungsschritten der schweizerischen Volksmusikszene gehört sicherlich die Herausgabe der von der Baselbieterin Hanny Christen (1899-1976) gesammelten Volksmusikstücke im Jahre 2002. Das Blättern in der Sammlung mit ihren über 12‘000 Melodien gleicht einer endlosen musikgeschichtlichen Schatzsuche.
Die graue Eminenz der hiesigen Volksmusikszene und ehemaliger Volksmusikredaktor vom Schweizer Radio DRS, Ueli Mooser und seine Frau Chatrina wollten verhindern, dass diese grosse Arbeit alleine für das museale Dasein in den Bibliotheken geleistet wurde und gründeten mit Musikfreunden die Hanneli-Musig, eine Formation, welche sich ausschliesslich mit der erwähnten Sammlung beschäftigt. Ihre Mitglieder, alles Multiinstrumentalisten, Dani Häusler, Fränggi Gehrig (bis 2008 Markus Flückiger), Ueli Mooser, Christoph Mächler, Fabian Müller und Johannes Schmid-Kunz sind bekannte Grössen in verschiedenen Volksmusikformationen.
Die Hanneli-Musig ist vor allem als Konzertformation unterwegs; sie wird aber auch gelegentlich  für (Chor-) Projekte engagiert oder ist in Kleinformation als Tanzmusik anzutreffen. Sie wurde zur Botschafterin der Szene der "Neuen Volksmusik". Obwohl zwar ihr Melodienmaterial alt ist (es reicht bis ins ausgehende 18. Jahrhundert zurück), kann ihr Umgang mit dem Thema Volksmusik durchaus als neuartig bezeichnet werden, womit auch gleich die Grundzüge der nicht unproblematischen Wortschöpfung "Neue Volksmusik" erklärt wären.
Seit 15 Jahren erfreut sich ein grosses Publikum in der Schweiz und im Ausland nicht nur an den gelungenen sieben CD-Produktionen, sondern auch an den abwechslungsreichen Konzerten. Walzer mit Schmelz, temporeiche Galopps und Polkas mit Bodenhaftung, angereichert mit überraschenden Harmonien, rhythmischen Spezialitäten und dem beliebten Hanneli-Wunschkonzert.

Die Hanneli-Musikanten:

Ueli Mooser, diverse Instrumente
(Gewinner des Goldenen Violinschlüssels 2010)

  • Ueli Mooser wurde am 24. Januar 1944 in Birmensdorf bei Zürich geboren. Nach privatem Klavierunterricht und später am Lehrerseminar Küsnacht studierte er am Konservatorium in Zürich Kontrabass und Klarinette. Sein Kontakt zur Ländlermusik begann mit der Ländlerkapelle Zoge-n-am Boge bzw. Thomas Marthaler, Josias Jenny und später Peter Zinsli. Ueli Mooser hängte seinen ursprünglichen Lehrerberuf an den Nagel und lebte fortan als freischaffender Musiker. Rein aus "Gwunder" erlernte er weitere Instrumente und wurde so zum begehrten Multi-Instrumentalisten, einem "Stör-Musikanten", welcher in vielen Formationen aushilfsweise mitspielte. Seine Kenntnisse und Fähigkeiten auf verschiendenen Instrumenten führten dazu, dass er anfing sich mit der Ländlermusik auch "positiv" kritisch auseinander zu setzen. Zu seinen sog. "experimentellen" Produktionen zählen u.a. Rocktümlicher Volk-n-Roll, Wundertüte und Ueli's Rasselbandi. Er entwickelte eine spezielle Vorliebe für die ausländische Folklore. Er versuchte geeignete Elemente davon in die Schweizer Volksmusik zu integrieren und legte sich, zusammen mit seiner Frau Chatrina ein riesiges Noten- und Tonträger-Archiv an. Ueli Mooser arbeitete bis zu seiner Pensionierung Mitte 2007 bei Schweizer Radio DRS1 als Redaktor für volkstümliche Sendungen. Er hat auch ein Lehrmittel verfasst: "Die instrumentale Volksmusik".

Dani Häusler,  Klarinette 
(Gewinner des Innerschweizer Kulturpreises 2011)
(Gewinner des Goldenen Violinschlüssels 2017)

  • Geboren 1974 in Zug, aufgewachsen in Unterägeri. Er begann mit 11 Jahren Klarinette zu spielen. Bald darauf tritt er mit den Gupfbuebä regelmässig an allen möglichen Anlässen auf: 1989 folgte das Klarinettenstudium bei Gian-Battista Sisini am Konservatorium Luzern, wo er 1994 das Lehr- und 1996 das Konzertdiplom erlangte. Ab 1997 rege Zusammenarbeit mit Markus Flückiger (Schwyzerörgeli). Mit Pareglish und Hujässler mischten sie die Schweizer Volksmusik auf und beeinflussten sie nachhaltig. Dani Häusler ist als Berufsmusiker hauptsächlich in und um die Schweizer Volksmusik aktiv. Seine festen Formationen: Hujässler, Hannelimusig, Gupfbuebä, Dani Häusler-Komplott. Einem breiten Publikum bekannt wurde er als Band-Leader der SRF-Husmusig in der TV-Sendung SFR bi de Lüt-live, und als Redaktor bei der SRF-Musikwelle.

Johannes Schmid-Kunz, Violine, Blockflöte

  • Der Allrounder der Schweizer Volksmusikszene aus Bubikon studierte an der Uni Zürich Geschichte, Publizistik und Musikwissenschaft. Anschliessend absolvierte er an der ZHW Winterthur das Nachdiplomstudium Kulturmanagement. Er wohnt mit seiner Frau Nina und den drei Kindern Andrea, Gian-Luzi und Flurina in Bubikon, wo auch seine AAA-Agentur, Büro für Kulturmanagement domiziliert ist (www.aaa-agentur.ch). Der Multiinstrumentalist, Trachtenspezialist, Brauchtumskenner und Volkstanzleiter war 2002 für die Volksmusikprogrammierung an der EXPO.02 verantwortlich. Nebst der Hanneli-Musig spielt er im Quartett Laseyer (www.laseyer.ch) und in der Tanzkapelle Ueli Mooser (www.tanzkapelle.ch) mit. Er leitet die Volkstanzwochen Arosa und die Singwochen in Quarten (www.die-singwochen.ch). Zudem ist er Produktionsleiter der Festivals Stubete am See (www.stubeteamsee.ch) und Alpentöne (www.alpentoene.ch) sowie Tanzleiter im Volkstanzkreis Zürich (www.volkstanzzuerich.ch). Johannes Schmid-Kunz ist auch in der Kulturförderung tätig, unter anderem als Stiftungsrat bei der Pro Helvetia.

Fabian Müller, Cello, Bratsche

  • Nebst seiner Komponistenlaufbahn befasst er sich seit seiner Kindheit mit Schweizer Volksmusik und gilt als einer der massgebenden Vordenker und Erneuerer. Während zehn Jahren (1991 bis 2002) arbeitete er an der Herausgabe der Hanny Christen-Sammlung. Er war Gründer und Leiter (1990-2006) des Mülirad-Verlages (www.muelirad.ch) und initiierte das «Haus der Volksmusik» in Altdorf (www.hausdervolksmusik.ch). Als Musiker suchte er im «Neuen Original Appenzeller Streichmusik Projekt» und den Helvetic Fiddlers (Musiques Suisses) nach neuen Wegen in der Volksmusik. Fabian Müller wurde 2012 mit dem Kunstpreis Zollikon ausgezeichnet und war 2016 für den «Schweizer Musikpreis» des Bundesamtes für Kultur BAK nominiert.

Fränggi Gehrig , Akkordeon

  • Franz (Fränggi) Gehrig wurde 1986 geboren und ist in Andermatt (Uri) aufgewachsen. Als 8-jähriger begann er mit dem Spiel auf dem Akkordeon. Es folgten die ersten öffentlichen Auftritte mit der Hüüsmüsig Gehrig, einer Formation, die immer noch besteht. Mit der Zeit hat sich Fränggi Gehrig zu einem vielseitigen Akkordeonisten entwickelt. Heute arbeitet er als freischaffender Musiker und Komponist und ist bei diversen musikalischen Projekten engagiert.  Obwohl seine Wurzeln in der traditionellen Schweizer Volksmusik liegen, widmet er sich immer mehr auch der experimentellen Volksmusik, sowie anderen Stilrichtungen. Nach seinem Abschluss als Bauingenieur an der HSR Rapperswil studierte er an der Musikhochschule Luzern Akkordeon im Profil Jazz mit Schwerpunkt Volksmusik, sowie Komposition. Im Sommer 2016 wurde er mit dem Preis der FONDATION SUISA in der Kategorie "neue, aktuelle Volksmusik" ausgezeichnet.

Christoph Mächler, Kontrabass, Gitarre, Perkussion, Tuba

  • Mächler (31.7.68) hatte sich schon in der Primarschule in den Kopf gesetzt, Berufsmusiker zu werden. Nach einer Lehre als Offsetdrucker nahm er dann Elektrobassunterricht. Schliesslich begann er an der ACM in Zürich das Musik-Berufsstudium als E-bassist, welches er als Kontrabassist in St. Gallen abschloss. Nachdem er an der Jazzschule das Diplom als "Musikpädagoge SMPV" erworben hatte, liess er sich am Konservatorium in Zürich zum Fachlehrer für die Sekundarstufe ausbilden. Heute arbeitet er als freischaffender Musiker, Instrumentallehrer ( www.basslabor.ch ) und hat ein kleines Tonstudio. Seine Auftritte führen ihn durch die ganze Schweiz und ins benachbarte Ausland.
    Engagements: Kapelle Carlo Brunner (Ländler), "Christoffel vom Hengstacker" (Soloprojekt mittelalterlicher Minnesang)f (www.minnesang.ch). Als Studiomusiker über 30 Plattenproduktionen bei Grüezi-Records, Trio Eugster-Records, Radio DRS 1 u.a.m.Zur Zeit unterrichtet er an der HSLU. Als Musiklehrer ist er an der Musikschule Schwyz, am Haus der Volksmusik in Altdorf und an der Musikhochschule Luzern-Musik tätig.

Der Konzertabend beginnt mit einem frisch zubereiteten Abendessen im Schlosshof der Ruine Castels. Dabei bietet sich genügend Gelegenheit sich auszutauschen und es sich bei einem Glas Wein so richtig auf das kommende Konzert einzustimmen.

Wegen der beschränkten Patzzahl ist eine frühzeitige Anmeldung zu empfehlen.

 

Programm

Abendessen: 18.30 Uhr

Konzert: 20.30 Uhr

Preise

Konzert und Abendessen: Fr. 60.--
Anmeldung erforderlich bis Mittwoch, 1. August 2018.

Nur Konzert: Fr. 30.-
Anmeldung erforderlich.

Anmeldung 

Abendessen/Konzert:

Bis spätestens am Mittwoch, 1. August 2018
Telefon: +41 81 332 36 47
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldung

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