Im Jahre 1983 machte sich die damalige Fraktionsgenossenschaft Putz Gedanken, wie man die langsam zur Neige gehenden Finanzen aufbessern könnte. Aus dieser Not heraus entstand die Idee, einen Osteranlass auf dem Putzer Schloss zu etablieren. Kurzum wurde rund um einen Eiertütsch Wettkampf ein kleiner aber feiner Anlass geboren. Dieser hat sich im Laufe der Jahrzehnte nun zu einem festen Bestandteil des kulturellen Angebots in der Gemeinde Luzein gemausert.

Wenn es das Wetter zulässt, was meistens der Fall ist, trifft man sich nun jeden Ostermontag auf der Putzer Schlossruine und erkürt das stärkste Ei, den Heerox. Geschützt durch die Mauern der Ruine, herrschen im Schlosshof mildere Temperaturen als die Jahreszeit vermuten lassen würde. Ideal für einen Hengert, was im Prättigauer Dialekt soviel wie ein kleiner Schwatz bedeutet. So finden sich alljährlich Gross und Klein im Laufe des Tages in Putz ein und Vergnügen sich im ehemaligen Schlosshof. Gestartet wird ab 11 Uhr mit dem Rahmenprogramm. Geboten werden diverse Spiele für die ganze Familie, vom Sackhüpfen über Büchsenwerfen, Sugus suchen im Stroh bis zum Schiitliverband jedes Jahr wieder neue Attraktionen. Ebenso ist das Ponyreiten immer wieder eine ideale Gelegenheit, um sich an den Umgang mit Tieren zu gewöhnen und auch um die Eltern und Grosseltern zu beeindrucken.
Die Erwachsenen können sich zwischenzeitlich auf den eigens dafür aufgebauten Sitzgelegenheiten entspannen und das eindrucksvolle Panorama rund ums Prättigau bewundern. Einheimische Musik aus der Region untermalt jeweils die festliche Stimmung.
Für das kulinarische Wohl ist ebenfalls gesorgt. Egal ob für den grossen Hunger zum Mittagessen, oder den gediegenen Kaffee mit Kuchen am Nachmittag, das Gastroputz Team bietet für jeden etwas. 

Der Eintritt ist frei und wir freuen uns auf jeden Besucher.

 

Und nun noch die Regeln und Gebräuche des Hauptwettbewerbs, dem Kampf um den Heerox

Der Ablauf ist folgendermassen:

  1. Während des Tages besteht die Möglichkeit sich vor Ort mit einem offiziellen Kampfei auszurüsten. Dieses kann bequem bei den mobilen Verkaufsstellen auf dem Festareal erworben werden. Jedes Ei ist ein Unikat, sprich liebevoll von den Frauen von Gastroputz gefärbt, und auf seine Tauglichkeit geprüft. Zum anschliessenden Wettkampf sind nur die offiziellen und gekennzeichneten Eier zugelassen.

  2. Am Nachmittag, je nach Wetterlage ein bisschen früher oder später, werden die Kombattanten aufgefordert, sich in dem eigens dafür eingerichteten Kampfplatz einzufinden.

  3. Geleitet durch das wachsame Auge des Wettkampfkomitees stellen sich die Wettkämpfer auf einer Linie einander gegenüber auf.

  4. Gemäss Ansage duellieren sich nun die Gegenüber im Modus Spitz auf Spitz und Füdli auf Füdli.

  5. Die nach dem ersten Gefecht noch ganzen Eier qualifizieren sich automatisch für die Teilnahme an der nächsten Runde. Die angeknacksten und auf einer Seite bereits lädierten Eier kommen in die Hoffnungsrunde.

  6. Dieses Spiel wiederholt sich nun so oft, bis am Schluss ein eindeutiger Sieger übrig bleibt. 

    1. Der Hauptpreis geht an den zuletzt übrig gebliebenen.
    2. Der Preis für den zweiten Rang geht an den im Final unterlegenen Eiertütscher.
    3. Der dritte Preis geht an den Sieger aus der Hoffnungsrunde mit den einseitig besiegten Eiern.

  7. Die Eier werden am Schluss unter Aufsicht der Jury verzehrt, um jegliche Art von Gipsdoping auszuschliessen.

  8. Die Siegerehrung und Preisverleihung erfolgt direkt am Anschluss des Wettkampfs.